Willkommen beim LST-LTS-Projekt!


Das Projekt “Lexikalische und syntaktische Therapie bei Kindern mit komplexen Störungsbildern im Late-Talker-Stadium”, kurz LST-LTS untersucht die Wirksamkeit von inputorientierter Wortschatz- und Grammatiktherapie bei Kindern mit den entsprechenden Störungsprofilen. Alle Kinder haben zum Therapiebeginn weniger als 50 Wörter im aktiven Wortschatz und keine Wortkombinationen. Sie sind mindestens 24 Lebensmonate alt, teilweise jedoch auch älter als 3;0. Das Projekt umfasst eine CA-Gruppe (CA = chronologisches Alter) und eine EA-Gruppe (EA = Entwicklungsalter).

Das Projekt begann mit den ersten Vorarbeiten im Oktober 2007; die ersten Kinder wurden im Dezember 2007 in die Therapie aufgenommen. Die Pilotphase endete im April 2008. Das Gesamtprojekt ist über eine Dauer von 5 Jahren angelegt. Es bestehen eine Reihe von Teilprojekten, in denen einzelne Aspekte untersucht werden. Im Projekt wird die Kombination der theoretischen Grundlagen der Patholinguistischen Therapie (Siegmüller & Kauschke 2006) mit den Rahmenbedingungen der evidenzbasierten Praxis/Rehabilitation verwirklicht. Durch dieses Zusammenwirken kann ein nach aktueller Diskussion sicherer Nachweis über die Wirkung der Therapiemaßnahme geführt werden. Die innovative Neuerung am Projekt ist die Brücke zwischen dem Anspruch einer individuell auf das Kind abgestimmten Therapie und dem Sicherstellen der Vergleichbarkeit der einzelnen Therapien über alle Kinder. Hierzu geben die Publikationen aus dem Projekt weitere Informationen.
Das LST-LTS-Projekt orientiert sich nicht an einer festen Therapiedauer, sondern misst die Zeit, die jedes teilnehmende Kind braucht, um das Projektziel (Wortschatzspurt/Einstieg in die Kombination von Wörtern) zu erreichen. Insofern werden in erster Linie die Anzahl der Therapiesitzungen verglichen. Erst in zweiter Instanz wird analysiert, ob es Kinder gibt, die das Projektziel nach dem festgelegten Maximum von 40 Therapieeinheiten nicht erreichen.

Wer kann teilnehmen?


Das LST-LTS-Projekt beinhaltet die Feststellung der Therapeutenunabhängigkeit von inputorientierter Sprachtherapie. Dabei arbeiten wir mit internen und externen TherapeutInnen. Das Logopädische Institut für Forschung kooperiert mit vielen Praxen im ganzen deutschen Sprachraum. Informationen finden Sie dazu unter dem Punkt Teilnahme. Als Praxis können Sie sich noch bis Ende 2010 zur Teilnahme anmelden.
Kinder können noch bis Sommer 2012 angemeldet werden.